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La Laguna

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La Laguna im Viertel der ersten Universität auf den Kanaren ist ein Treffpunkt für trendige Menschen und junge Studenten. Die Fußgängerstraßen im Zentrum mit Straßenmusikern und Hunderten Tascas, Restaurants und Bars sind immer voller Leben. Abgesehen von den vielen Läden mit schicken Vintage-Artikeln und trendiger Mode bietet diese alte, faszinierende Stadt, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehört, Kirchen, Stadtvillen und historische Gebäude, die es zu entdecken gilt.

Das Gemeindegebiet von San Cristóbal de La Laguna liegt im Nordosten Teneriffas zwischen dem Anaga-Gebirge und dem Berg La Esperanza. Seine durchschnittliche Höhe liegt bei ungefähr 600 Metern über dem Meeresspiegel, wobei sich die größte Erhebung mit 1.020 Metern über dem Meeresspiegel in Cruz de Taborno befindet. An der Küste im Norden der Gemeinde liegen die landwirtschaftlich geprägten Landkreise Tejina und Valle de Guerra sowie die Touristenzentren Bajamar und Punta del Hidalgo. In Anaga sind neben anderen ländlichen Siedlungen die Weiler El Batán und Las Carboneras hervorzuheben. Im Zentrum des Gemeindegebiets befindet sich in einer weiten, fruchtbaren Ebene die Stadt San Cristóbal de La Laguna, die zum Kulturgut und 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. La Laguna war die erste Kolonialstadt ohne Stadtmauern, in der die ursprüngliche Straßenführung aus dem 15. Jh., die als Vorbild für die Kolonialstädte in America diente, bis heute fast vollständig erhalten geblieben ist. In ihren Straßen, in denen ein vielfältiges Angebot an Geschäften, Gastronomiebetrieben und Freizeitmöglichkeiten zu finden ist, gibt es Unmengen an Denkmälern und historischen Bauten.

Die Bezeichnung der Guanchen für das Gebiet, in dem sich La Laguna befindet, war Aguere, ein Begriff, der auch heute noch verwendet wird, wenn man sich auf die Gemeinde bezieht. La Laguna ist auch als Ciudad de los Adelantados (Stadt des Statthalters) bekannt, denn der Statthalter Alonso Fernández de Lugo und seine Nachfahren lebten dort. Nach der Eroberung Teneriffas wurde La Laguna die erste Hauptstadt der Insel, was sie zum Zentrum der politischen und wirtschaftlichen Macht sowie zum kulturellen Mittelpunkt des Archipels machte. Der erste Stadtplan, der von der Stadt noch erhalten ist, wurde von dem italienischen Ingenieur Leonardo Torriani angefertigt und stammt aus dem Jahr 1588. San Cristóbal de La Laguna trägt derzeit die Titel Sehr Edel, Loyal, Zuverlässig und Erlauchte, historische Stadt San Cristóbal de La Laguna.

Die Universität von La Laguna ist eine der bedeutendsten Institutionen dieser Gemeinde und verdeutlicht die kulturelle Bedeutung der Stadt. In ihrer Umgebung in dem als Los Rodeos bezeichneten Gebiet befindet sich auch der erste Flughafen Teneriffas (Teneriffa Nord). Dieser Flughafen verfügt über gute Flugverbindungen mit dem Rest des Archipels sowie mit verschiedenen anderen Zielen auf der Iberischen Halbinsel und im Ausland. Vorteilhaft ist zudem die Nähe zur Hauptstadt und zum Touristengebiet Puerto de la Cruz.

An der Küste von San Cristóbal de La Laguna sind die Naturbecken und -schwimmbäder von Punta del Hidalgo hervorzuheben, in deren Nähe sich ein moderner Leuchtturm befindet. Der Nachbarort Bajamar besitzt ebenfalls ausgedehnte Badezonen, sodass er sowohl bei den Einwohnern von La Laguna als auch bei den Touristen zu den bevorzugtesten Erholungsgebieten zählt.

Der wohl größte Pluspunkt des historischen Stadtkerns von La Laguna besteht darin, dass sein reiches Erbe sich aufgrund der Geschichte und der Entwicklung der Stadt in einem sehr begrenzten Raum befindet. Es ist einfach, dieses Erbe zu Fuß zu erkunden. Ein guter Ausgangspunkt für eine Erkundungstour ist die Plaza del Adelantado, wo man die prächtigen Gebäude kennenlernen kann, die ihn einrahmen, wie die Casa de Anchieta, den Nava-Palast oder das Kloster Santa Catalina de Siena und natürlich das Rathaus. Geht man weiter auf der Calle de la Carrera, die Teil der ursprünglichen Straßenführung der Stadt ist, gelangt man zu den Gebäuden Casa del Corregidor, Casa de la Alhóndiga und Casa de los Capitanes. Der Rundgang führt weiter vorbei an Geschäften, Cafés und Restaurants, bis man die Kathedrale von San Cristóbal de La Laguna erreicht, bei der man wegen ihres interessanten künstlerischen Erbes etwas länger verweilen sollte. Die folgende Station wäre die Plaza de la Concepción und die gleichnamige Kirche, deren Turm die restlichen Gebäude überragt. In der Nähe des Platzes befindet sich die Calle de Herradores mit interessanten Gebäuden im traditionellen, kanarischen Baustil und in der Calle de San Agustín erwartet den Besucher die Casa de los Jesuitas, die Casa Montañéz und die Casa de Salazar.

Herausragend sind die Gebäude des Palacio de Lercaro, ein Palast, der das Museum für Geschichte von Teneriffa beherbergt, die Kirche und das Hospital Señora de los Dolores, die nur als Ruine erhaltene Kirche San Agustín und das Instituto de Canarias. Sollte der Spaziergang zu kurz gewesen sein, dann gibt es nichts Besseres, als durch die umliegenden Straßen zu schlendern, in denen wundervolle Gebäude wie die Casa de Ossuna oder das Palais Rodríguez de Azero stehen. Zum Pflichtprogramm gehört auch der Real Santuario del Santísimo Cristo, ein Gotteshaus mit einem der am meisten verehrten, religiösen Figuren auf den Kanaren. Das Rathaus von La Laguna bietet regelmäßig kostenlose Führungen durch die Stadt an, bei denen die Führer den Besuchern dabei helfen, das wertvolle Erbe der Gemeinde zu entdecken und zu verstehen.

Wanderwege mit Prädikat durch die Gemeinde

San Cristóbal de La Laguna besitzt mehrere Wanderwege mit Prädikat, die durch die üppig bewachsenen Höhenlagen führen. Die Route PR-TF 10 Cruz del Carmen - Punta del Hidalgo führt vom Besucherzentrum hinab bis zum Küstenabschnitt von Punta del Hidalgo und ist Wanderern mit einer gewissen Erfahrung vorbehalten, denn der Weg ist ca. 10 Kilometer lang und die Gehdauer beträgt ungefähr vier Stunden. Auf dieser Route lernt man die Weiler Chinamada und Las Carboneras kennen. PR-TF 10.1 Las Escaleras – Las Carboneras – Chinamada ist ein weiterer, deutlich kürzerer Wanderweg mit mittlerem Schwierigkeitsgrad, auf dem man durch beide Weiler kommt.

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