MANUEL MARTÍN GONZÁLEZ - Künstler - Tenerife

Manuel Martín González

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Das Werk des berühmten, von Teneriffa stammenden Malers Manuel Martín González (1905-1988), der als einer der besten Landschaftsmaler der Kanaren gilt, kann im Museumsbereich im zweiten Stockwerk des Kulturamtes von Guía de Isora in der Calle La Vera bewundert werden. Im ersten der beiden Räume sind seine für Werbezwecke entstandenen Werke zu sehen, die er während seines Aufenthalts in Kuba zwischen 1923 und 1932 geschaffen hat. Der zweite Raum zeigt einen großen Teil seiner Landschaftsansichten. Darüber hinaus sind auch noch diverse persönliche Gegenstände des Künstlers ausgestellt wie Notizen und Skizzen, verschiedene Auszeichnungen, die er erhalten hat, und Fotografien und Bücher des Malers.

Manuel Martín González war eine der herausragendsten Persönlichkeiten der Gemeinde. Am 14. Juni 1905 in Guía de Isora geboren, war er der älteste von neun Kindern einer in bescheidenen Verhältnissen lebenden Familie. Er ging in eine der wenigen damals vorhandenen Schulen. Schon bald darauf zeigte sich sein zeichnerisches Talent, als er mit den wenigen, ihm zur Verfügung stehenden Mitteln – und stets durch seinen Lehrer angespornt – zeichnete und malte. Seine Ausbildung erhielt er trotz seiner bescheidenen Lebensverhältnisse in Santa Cruz. Als er 18 Jahre alt wurde, emigrierte er nach Kuba (1923-1932), wo er neun Jahre lang lebte. Dank seiner Erfahrungen, die er vor seiner Abreise in dem Betrieb Litografía Romero in Santa Cruz de Tenerife gesammelt hatte, arbeite er in Kuba vor allem im Bereich der Werbung.

Seine Phase als Werbezeichner in Kuba war sehr fruchtbar. Bei seinen Kunden handelte es sich normalerweise um Handelsunternehmen, die für Werbung bezahlen, um ihre Produkte leichter zu verkaufen. Zu diesen Firmen gehörte auch „La Casa Grande“, die zahlreiche Arbeiten bei ihm in Auftrag gab. Neben mehreren Zeitschriften vertraute man ihm nicht nur Kompositionen an, sondern er wurde auch künstlerischer Leiter der Zeitschrift „Tierra Canaria“, in der seine Bilder zahlreiche Anspielungen auf seine Heimatinselgruppe enthielten. Aufgrund der schwierigen Situation, die Kuba nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch im Jahre 1929 und der sich anschließenden Weltwirtschaftskrise erlebte, fasste der Künstler den Entschluss, auf seine Heimatinsel zurückzukehren. So kam er mit seiner Ehefrau zurück und startete den zweiten Teil seiner Karriere, bei dem die Insellandschaft das einzige Motiv seiner Bilder wurde.

Mit Beginn dieser neuen, so-genannten „Landschaftsmaler“-Phase entschied Martín González, die ganze Inselgruppe zu bereisen, um die Essenz dessen, was er dort ganz aus der Nähe sah und persönlich hautnah erlebte, besser übertragen zu können. Als wesentliche Eigenschaft verbindet man sein Werk mit der Darstellung des Teide und der Cañadas. Er malt im Auftrag staatlicher Institutionen und privater Kunden und betrachtet seine Bilder als die Kinder, die er nie hatte. Er starb 1988 in La Laguna.

Sein Werk wurde von kanarischen Kunden und von Besuchern europäischer Länder gekauft. Einige seiner Arbeiten gelangten sogar bis nach Fernost. Es heißt, er habe bis zu 7.000 Bilder gemalt. Heute befinden sich einige von ihnen in Santa Cruz de Tenerife im Hotel Mencey, im Generalkapitanat, im Kasino von Santa Cruz de Tenerife und in der Basilika Nuestra Señora de Candelaria. Etwas ungewöhnlich ist der letzte Fall, denn es ist nicht üblich, dass man ein Bild ohne religiöse Motive in einem Gotteshaus findet. Bei diesem Werk handelt es sich um zwei Wandmalereien, die sich je zu einer Seite des Eingangs befinden. Sie zeigen die Landschaft so, wie sie die Ureinwohner sahen, als ihnen die Jungfrau Maria erschien.