Architektur - Tenerife
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Architektur

Seit der Zeit der Eroberung durch die Spanier hat die Insel bis ins 21. Jh. hinein einige, auch den Baustil betreffende Veränderungen erlebt, die in den Straßen ihrer Städte und Dörfer zu sehen sind. Angefangen beim Barock bis hin zum Klassizismus über die Moderne und die nüchterne Nachkriegsarchitektur gibt es unterschiedliche Baustile, die von besonderem Zauber sind.

Wenn wir uns den Menschen der Zukunft vorstellen, dann ist damit unweigerlich auch ein Bild davon verbunden, wie die Gebäude, Städte oder Transportmittel aussehen. Beim Betrachten einiger der modernen Gebäude Teneriffas wie beispielsweise dem Auditorio de Tenerife Adán Martín oder dem Kunst- und Kulturzentrum Tenerife Espacio de las Artes (TEA) „beamen“ wir uns in die Zukunft der Insel und ergötzen uns an originellen Schöpfungen mit geschwungenen Kurven, vertikalen Gärten, offenen und hellen Räumen oder sogar feine Lampen in Tränenform. Die Zukunft ist bereits hier.

Das Traditionelle behält immer seine Gültigkeit. Dies gilt insbesondere für die Architektur. Deshalb ist ein Spaziergang durch die historischen Ortskerne der verschiedenen Städte und Dörfer Teneriffas unerlässlich. Besonders anschauliche Beispiele sind der historische Ortskern von La Laguna (Unsesco-Welterbe), Garachico (Goldmedaille der Schönen Künste seit 1980) oder La Orotava (historisch-künstlerisches Ensemble). Der Weiler Masca ist ein weiteres traditionelles, architektonisches Ensemble von großem Wert. Er befindet sich in einer Landschaft von außerordentlicher Schönheit, in der es unzählige, verstreut liegende, weiße Häuschen von besonderem Reiz gibt. Obwohl die traditionelle Architektur der Kanaren weitestgehend vom andalusischen und portugiesischen Baustil geprägt wurde, entwickelte sie schnell eine eigene Persönlichkeit. Die Herrenhäuser und einige Häuser der einfachen Bevölkerung besitzen schöne kanarische Balkone aus Tea-Holz (Holz der kanarischen Pinie). Obwohl es diese Balkone auf der ganzen Insel gibt, sind die in La Orotava besonders herausragend. Zum Fronleichnamsfest werden sie liebevoll geschmückt. Erwähnenswert sind auch die Balkone der herrschaftlichen Häuser in San Cristóbal de La Laguna. Sehr charakteristisch sind auch die begrünten Innenhöfe, die zuweilen eine Holzgalerie im oberen Stockwerk besitzen. Diese Innenhöfe waren der Mittelpunkt des Lebens in diesen Häusern, denn sie sorgten nicht nur für Beleuchtung und Belüftung der Gebäude, sondern besaßen bei den betuchteren Familien auch einen Brunnen für die Wasserversorgung.

Generell zeichnet sich der traditionelle Baustil der Kanaren durch die Verwendung von Bruchsteinen für die tragenden Wände, Quadersteinen für die Gebäudeecken und Tea-Holz und Klosterziegel aus.

Für den Baustil der Profan- und Sakralbauten gibt es zahlreiche Beispiele, die die verschiedenen künstlerischen Stilrichtungen der jeweiligen Zeit widerspiegeln, angefangen beim Barock bis hin zum Klassizismus und zur Moderne. Diese Stile wurden auch von den wohlhabendsten Familien beim Bau ihrer Wohnhäuser übernommen, um ihren Reichtum zur Schau zu stellen. Entdecken Sie die Baustile Teneriffas!

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