IGLESIA DE LA CONCEPCIÓN DE LA LAGUNA - Sehenswürdigkeiten - Tenerife

Iglesia de la Concepción de La Laguna

Sehenswürdigkeite gelegen im Hauptstadtgebiet von Teneriffa
Iglesia de la Concepción de La Laguna
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Sie war die erste aller Pfarr- und Mutterkirchen, die seit dem 16.Jh. auf Teneriffa gegründet wurde. Der Adelantado (der erste Gouverneur der Insel) sorgte für ihre Erbauung auf diesem Grundstück, nachdem im Jahre 1496 zum ersten Mal das Fronleichnamsfest auf Teneriffa gefeiert worden war. Die älteste Pfarrkirche besaß ursprünglich einen anderen Standort, wahrscheinlich zwischen der Calle Adelantado und der Calle Marqués de Celada. 1511 entschied man sich dafür, nahe dem Zentrum der sich im Wachstum befindenden Ortschaft Villa de Arriba ein neues Kirchengebäude mit drei Schiffen zu errichten. In den ersten 30 Jahren des 16. Jahrhunderts gingen die Bauarbeiten nur langsam vonstatten und konzentrierten sich erst einmal auf den Chor der Kirche. Der Grundbau wurde 1558 fertiggestellt, wenngleich er in den folgenden Jahrhunderten mehrmals erweitert werden sollte. Die Konstruktion des Turmes verlief ebenfalls mit einigem Auf und Ab. Nach den ersten Konstruktionen aus den Jahren 1577 und 1630 wurde zwischen 1694 und 1697 die endgültige Version fertiggestellt. Jedoch wurde durch die schlechte Bauqualität, den Verlauf der Zeit und die unzureichende Wartung im Jahre 1738, und später noch einmal unter der Leitung von Diego Nicolás Eduardo im Jahre 1778, die Neuerrichtung des Gebäudes notwendig. Diese konzentrierte sich auf die Hauptkapelle und den Chor der Kirche. Nach unterschiedlichen Bauformen in der Vergangenheit sehen wir heute ein großes Kirchengebäude mit drei Schiffen, die mittels einer Säulenreihe mit Rundbögen von einander getrennt sind. Die Säulen besitzen zylindrische Schäfte aus rotem Tuffstein und Kapitelle mit unterschiedlicher Dekoration: gotische Simse, Vegetation oder Fratzenköpfe. Als die Hauptkapelle gegen Ende 18. Jahrhundert umgebaut wurde, ersetzte man sie durch einen neuen Raum, der durch ein Kreuzrippengewölbe überdacht wurde. Der Haupteingang der Kirche präsentiert auf der Seite des Evangeliums einen Rundbogen, der durch Säulen mit glatten Schäften begrenzt wird. Das Portal auf der Seite der Epistel zeigt ein ähnliches Design im charakteristischen Barockstil auf. Der Chor wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts ebenfalls von Diego Nicolás Eduardo verändert, der neoklassische Formen einführte. Der Turm aus porösem Basalt, der dritte, den die Kirche bisher hatte, wurde 1697 fertig gestellt. Er stellt das emblematische Element der Kirche dar. Er besteht aus behauenen Steinen und besitzt einen quadratischen Grundriss, während der oberste Abschluss durch einen Tempel ohne Turmhelm gebildet wird. Im Erdgeschoss befindet sich das Taufbecken, das mit einem gotisch inspirierten Kreuzrippengewölbe überdacht ist. Besonders eindrucksvoll ist die Kanzel, ein Barockwerk mit Edelholzreliefs, das gegen Ende 18. Jahrhundert hergestellt wurde (unbekannter Künstler) und das als ein Meisterstück seiner Art betrachtet wird. Historisch interessant ist das Taufbecken aus sevillanischer Keramik aus dem 15. Jahrhundert, das Erzählungen nach vom ersten Adelantado mitgebracht worden war und dazu gedient hatte, die ersten Guanchen von Teneriffa zu taufen. Von besonders hohem bildhauerischen Wert sind La Predilecta (La Dolorosa) von José Luján Pérez, in der Capilla del Santísimo Cristo, El Cristo del Rescate, spanische Spätgotik (16. Jh.), San Pedro y la Inmaculada Concepción, letzte Schnitzerei (gegen 1849) des Bildhauers Fernando Estévez (1781-1854) aus Teneriffa, El grupo de La Piedad, von Lázaro González (17.Jh.) und ein Bildnis des Heiligen Josefs (genuesische Schule 17.Jh.). Unter den Gemälden befinden sich: Der berühmte San Juan Evangelista, von Cristóbal Ramírez, auf dem der Überlieferung nach im Jahre 1648 das Ausschwitzen von Blut beobachtet worden war, sowie ein großes Ölgemälde von Cristóbal Hernández de Quintana 1651-1725, mit dem Titel „Cuadro de las Ánimas“. Außerdem ist die Kirche in Besitz wertvoller Schmiedearbeiten, wie la Gran Custodia vom Marquis von Bajamar und El Corpus, diverse Retabel und eine schöne Kanzel aus dem ersten Drittel des 18.Jh. von Rodríguez Bermejo. Der Einsturz des Daches im Jahre 1972, und die etwas unglückliche anschließende Restaurierung, zog den Verlust des ursprünglichen Bodens und die Veränderung einiger Nischen nach sich. Aufeinanderfolgende Renovierungsarbeiten seit 2000 haben die Erhaltung und Ausbesserung der Kirche ermöglicht. Am 25. Juni 1948 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt (Monumento Histórico-Artístico). Am 30. Oktober 2012 bewirkte die Erklärung zum Kulturgut (Bien de Interés Cultural) eine Ausdehnung ihres Schutzbereiches unter Einbeziehung aller beweglichen Güter, die mit der Iglesia de La Concepción in Zusammenhang stehen.