CHIRCHE - Dörfer und Weiler - Tenerife

Chirche

Weiler in Teneriffa Süd
CHIRCHE
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Chirche liegt etwa 800 Meter über dem Meeresspiegel 5 Minuten von Guía de Isora entfernt. Es handelt sich um einen ruhigen, malerischen Weiler mit Häusern, die im typischen kanarischen Baustil errichtet wurden – ideal um herrliche Fotos von dieser Art Gebäude zu machen. Sowohl in Chirche als auch in Aripe wird ein Teil der traditionellen Häuser heute als Unterkünfte für den ländlichen Tourismus genutzt. Sie bieten somit die Möglichkeit, sich in einem Ambiente einzuquartieren, in dem man in längst vergangene Zeiten der Insel zurückversetzt wird. Das genaue Baujahr der Häuser ist nicht bekannt, aber ein Großteil von ihnen stammen aus dem 18. und 19. Jh. Dank des Erhaltungszustands dieser Häuser und des reichen, ethnografischen Erbes des Ortes wurde Chirche 2008 zum Kulturgut erklärt. Des Weiteren verdanken sowohl Chirche als auch Aripe ihren Charme den Gassen, die kürzlich erst mit Materialien restauriert wurden, die den Originalen sehr ähnlich sind. Dadurch fügen sie sich perfekt in das Gesamtbild ein. Darüber hinaus gibt es in den Straßen von Chirche und Aripe und den umliegenden Gegenden zahlreiche Backöfen, Dreschtennen und Zisternen, die in früheren Zeiten von den Einwohnern benutzt wurden. Manche von ihnen sind auf den traditionellen Wegen von Guía de Isora erreichbar. Geschichte: Wie archäologische Funde zeigen, geht der Ursprung dieses Weilers auf die Zeit der Guanchen zurück, seine Geschichte als eigentlicher Ort beginnt jedoch erst in der zweiten Hälfte des 17. Jh. In seinen Anfängen bestand seine wirtschaftliche Aktivität in erster Linie in der (extensiven) Viehwirtschaft, die später um den Trockenfeldbau erweitert wurde. Auf diese Weise nutzte man, was das Gebiet von den höheren Lagen bis in die Nähe der Ortsgrenze und teilweise auch bis zur Küste hergab. Die Nutzung der genannten Ressourcen prägen die Landschaft, in der dieser Weiler eingebettet ist, und zwar nicht nur im Hinblick auf die Anbauflächen, sondern auch auf die Infrastruktur, die für diese Aktivität genutzt wurde. Es sind insbesondere die Terrassenfelder, die dieser Landschaft ihren ganz persönlichen Touch verleihen. Sie sind an den Hängen der Hügel ebenso wie in den Schluchten zu finden und zeigen das Bestreben, die Anbaufläche noch um ein Vielfaches zu vergrößern. Hinzukommen dann auch noch Zisternen, Weinpressen, Weinkeller, Gehege, Öfen und Dreschtennen. Neben den kulturellen und Naturattraktionen des Ortes ist auch eines seiner Feste besonders zu erwähnen: der Tag der Traditionen (Día de las Tradiciones), der in der zweiten Julihälfte begangen wird.