DURCH DAS HISTORISCHE ZENTRUM VON BUENAVISTA DEL NORTE - Spazierwege - Tenerife

Durch das historische Zentrum von Buenavista del Norte

Fußweg im Norden von Teneriffa
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Buenavista del Norte lädt den Besucher zu einem Rundgang durch seine herrschaftlichen Straßen ein, ohne dabei die Anzeichen des Reichtums auszulassen, der darin verborgen ist. Das Gebiet dieser Gemeinde im Norden der Insel umfasst mehr als 70% der Fläche des Teno-Landschaftsparks, der dank seiner landschaftlichen Reize einer der einzigartigsten Naturräume Teneriffas mit einem hervorragenden Angebot für Wanderer ist. Auch die Gelegenheit zu einem erquickenden Bad an seinen Stränden und Buchten sollte man nicht versäumen...


Die Entwicklung der Gemeinde, die als historisches Kulturdenkmal ausgezeichnet wurde, nahm ihren Ursprung mit dem westlichsten Zuckeranbaubetrieb der Insel im Besitz von Juan Méndez dem Älteren, der die Erlaubnis zur Gründung von Buenavista del Norte als Siedlungskern erwirkte. Sein Straßennetz zeigt andalusischen Einfluss, da damals die Mehrheit seiner Einwohner von dort stammte. Der Bau der Kirche De Nuestra Señora De los Remedios begründete endgültig die Identität von Buenavista del Norte als Ort.

Wir laden Sie ein, das einzigartige historische Zentrum von Buenavista auf einem Rundgang kennen zu lernen, der auf der Plaza de los Remedios beginnt und an der Wallfahrtskapelle Ermita de La Fuente endet.

Die Plaza de los Remedios ist in einer quadratischen Form angelegt und wird von den wichtigsten Einrichtungen und Wohnhäusern eingerahmt. Sie weist die Besonderheit auf, dass die Kirche und das Haus Casa del Granero (Getreidespeicher), das zu Beginn des 19. Jhdts. als Gemeindebibliothek aufgebaut wurde, jeweils diagonal gegenüber liegen. Der Platz wurde Mitte des 20. Jhdts. gepflastert, wodurch die nördlich gelegenen Straßen unter dem Straßenniveau liegen. Das Aussehen des Platzes zeigt den für die Inseln charakteristischen eklektischen Stil. In der Umgebung des Platzes finden sich viele Beispiele heimischer Architektur, unter denen das Haus Nr. 12, eines der ältesten erhaltenen, besondere Bedeutung besitzt. Sein Grundriss ist in Form eines „L“ angelegt und sein Dach aus arabischen Ziegeln.

Machen Sie einen Stopp vor der Pfarrei von Nuestra Señora de los Remedios. Die Kirche wurde mit Hilfe von Spenden der Einwohner errichtet. Taufstein und Tabernakel wurden 1522 erbaut, als hier die ersten Messen gehalten wurden. Mit Anwachsen der Bevölkerung und der landwirtschaftlichen Produktion wurde der Bau immer wieder erweitert, bis er 1533 den Rang einer Pfarrei erlangte. Ergebnis der Erweiterungen ist ein Gebäude mit drei durch Rundbogen auf toskanischen Säulen getrennten Schiffen, ein Chor und fünf Seitenkapellen. Nach dem Brand vom 22. Juni 1996 konnte nur der Turm (errichtet zu Beginn des 19. Jhdts. mit Spenden aus Amerika) und das steinerne Portal gerettet werden. Im Innere der Pfarrei wurden die Altaraufsätze, die unermesslich wertvollen Mudejar-Gerippe und alle anderen Gegenstände zerstört.

Wenn Sie jetzt die Plaza verlassen, die Gasse neben dem Haus Nr. 12 nehmen und in die erste Seitenstraße rechts einbiegen, kommen Sie zur El Puerto – Straße, deren Besonderheit die einstöckigen Häuser – „casas terreras“ sind und die bis zur zweiten Hälfte des 20. Jhdts. der vorherrschende Häusertyp in Buenavista war. Quer zu dieser Straße verläuft die „Calle del Chorro“ durch einen Ort hoch oben im Teno-Massiv. Dort befindet sich das Haus Nr. 10, das im Besitz der Gemeinde ist und das die Einwohner von Teno Alto zur Totenwache nutzten. Die Beerdigungen fanden in der Pfarrkirche oder auf dem Friedhof statt, der in der zweiten Hälfte des 19. Jhdts. errichtet wurde.

Wenn sie am Ende der Straße dem Weg folgen, der am Ufer des Baches hinunterführt, kommen Sie zu den ehemaligen Waschplätzen. Der Platz ist rechteckig, hat 14 Waschbecken, von denen jedes einen Waschstein, Wasserzu- und -abfluss besitzt.

Im Anschluss schlagen wir Ihnen vor, dass Sie zur Straße von El Puerto zurückkehren und das Anwesen Nr. 34 besichtigen, dass an der Ecke zur El Chorro – Straße liegt. Es handelt sich um ein renoviertes Wohnhaus, an dem die steinernen Einrahmungen der Fenster und Türen und der Mittelbalkon besonders hervor stechen. Das Haus Nr. 36 besitzt einen U-förmigen Grundriss mit Vorhof, Zinne und Kreuz am Portal. Die Nr. 63, gleichfalls von hohem historischen Wert, ist das heutige Kulturhaus (Casa de la Viuda, Haus der Witwe). Es handelt sich um ein Anwesen des 18. Jhdts. mit einem L-förmigen Grundriss, Dächern aus drei ineinander verwobenen Dachflächen mit arabischen Ziegeln und Galerien mit hölzernen Stützbalken zur Hofseite.

Weiter führt Sie der Weg durch die Calle Ravelo und Calle Verde bis zur Calle San Francisco, wo Sie vor den Ruinen des San Francisco – Klosters stehen. Es wurde auf Initiative des Volkes gegründet, wobei die bischöfliche Erlaubnis zu seiner Gründung durch Bischof Francisco Sánchez Villanueva 1648 erteilt wurde. 1805 lebten dort lediglich 4 Mönche und ein Laienbruder. Durch die Säkularisierung verfiel das Anwesen immer mehr, bis es 1868 abgerissen wurde. Seinen Platz nahm ein Friedhof ein. Der Bogenrest und der aus Stein gearbeitete Giebel, die von außen ersichtlich sind, gehörten zur Kirche, nicht jedoch die schönen Säulen, die im Chor standen.

Nicht weit von hier steht die Klause von San Sebastián, für die dank Volksfrömmigkeit die Genehmigung zum Bau im Jahr 1525 erteilt wurde  außerdem wurde die Aufstellung des Bildes des Titularheiligen angeordnet, das sich in der Kirche Los Remedios befand.
Infolge ihres Verfalls wurde das Bildnis des Heiligen wieder in der Pfarrei Nuestra Señora de Los Remedios untergebracht. Kurz danach verfiel die Klause vollständig und wurde erst 1919 wieder aufgebaut. Sie besitzt einen dreieckigen Giebel gemäß dem Design des ursprünglichen Rundbogen-Steingiebels. Wenn man die Straße überquert, gelant man vor zu dem Haus der Trujillos mit L-förmigem Grundriss, Walmdach mit arabischen Dachziegeln, offenem Mittelbalkon mit gedrehten Balustern in der Fassade und einem Steingiebel.

Wenn sie durch die Calle El Norte weitergehen, die Calle El Puente überqueren und zur Calle Cruz Toledo kommen, sind sie schon in der Zielgeraden dieses Weges.
Das Landgut La Fuente, zu Anfang im Besitz von Juan Méndez dem Älteren, liegt am Rand des Ortskerns einen Kilometer von der Klause von San Sebastián entfernt. Auf dem Landgut wurde Zuckerrohr und Wein angebaut. Mittte des 17. Jhdts. ging der Besitz an Diego Sotelo Calderón über, der von Karl II. den Titel Marqués de la Fuente y Palma mit Bezug auf diesen Besitz erhielt, Nach dessen Tod und mangels Erben fiel der Besitz des Guts auf Fernando del Hoyo Machado, dem dritten Conde de Sietefuentes. Gegen Mitte des 20 Jhdts. gehörte das Gut dem zehnten Conde de Sietefuentes, der es endgültig der Diözese Teneriffa 1988 stiftete.

Wir sind jetzt am letzten Highlight dieses Weges angelangt, der Klause von La Fuente. Das Gotteshaus wurde im 20 Jhdt. renoviert, was einem fast vollständigen Umbau gleichkam. Außer der Renovierung der Fassade (der ein in Kreuzform auslaufender Giebel, die seitlichen Glockentürme und der Bogen mit überdimensioniertem Schlussstein hinzugefügt wurden) wurde der innere Boden ersetzt. Hierfür wurde der ursprüngliche Boden verwendet, der sich am Fuße der äußeren Treppe befand.

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